Känguruhike 2013

Tag 1

Montag – 05. August 2012 – 10:00 Uhr – DAS ABENTEUER BEGINNT

Pünktlich haben sich alle zur besagten Uhrzeit im Pfadfinderheim getroffen. Nach kurzer Gepäckkontrolle, Regelbesprechung und Kartenkunde ging es auch mit nur einer Stunde Verspätung los. Wir machten uns vollbepackt, bei 35 Grad Celsius auf den Weg. Unser erstes Ziel: Lisdorf – Obstgarten. Wo auch immer das sein mag… was auch immer uns dort erwarten würde – eines stand fest: dort gab es Mittagessen. Und wo befanden wir uns eine Stunde später? In Lisdorf im Ikea! Leckere Hot Dogs stärkten uns für den weiteren Weg.

 

Aufgrund der immer weiter ansteigenden Temperaturen haben wir unser Gepäck kurzerhand gegen den Hund unseres Begleitfahrzeugs getauscht J

So lies es sich entspannt weiter wandern. Jedoch war dieser Luxus nur von kurzer Dauer: auf dem Lisdorfer Berg angekommen, wurde wieder zurückgetauscht. Von hier aus ging es über die Felder Richtung Überherrn. Interessant was man hier oben alles zu sehen bekommt. Heuballen, viele verschiedene Gemüsefelder, wie zum Beispiel Mais, Karotten, Salat, Erdbeeren, Spargel…

 

Im Häsfeld angekommen haben wir eine kleine Trinkpause gemacht. Hier wartete eine große Überraschung auf uns. Wir durften die nächste Etappe überspringen! Eule fuhr uns von hier aus bis zum Warndtweiher, indem es gefühlte 20 Grad kühler gewesen ist. Nachdem wir uns den Weg durch den Wald gekämpft hatten (Ich kenn eine Abkürzung…), sind wir gegen 19:00 Uhr in Lauterbach angekommen. Hier schlugen wir auf einer Pferdekoppel unser Nachtlager auf. (An dieser Stelle noch einmal Danke an den netten Herren, der uns dies ermöglicht hat!) Dies erwies sich jedoch als gar nicht so einfach. „Wie lässt sich dieses verflixte Dingsda hier aufbauen?!“ Nach dreimal umbauen, hatten wir es dann doch noch geschafft, bevor der große Regen kam.

 

 

Tag 2

Dienstagmorgen; 08:00 Uhr: Die Nacht war leider viel zu kurz – doch keine Zeit zum jammern, schließlich müssen wir weiter. Also aufstehen, umziehen, Zelt abbauen, frühstücken, los marschieren. Gegen 11 Uhr befanden wir uns dann an unserem ersten Etappenziel des Tages: Die Sandgrube in Freyming. Wahnsinnsaussicht! Von hier aus ging es durch den Ort Richtung Süden. Leider mussten wir aufgrund eines starken Unwetters eine Zwangspause einlegen…

 

Zwei Stunden später hatte sich das Gewitter gelegt und wir konnten weiter wandern. Nachdem wir sicher durch den Hauptverkehrsknotenpunkt gekommen sind, wurde es entspannter. Schöne Landschaften, fast wieder 35 Grad, was will man mehr… außer vllt die endlos langen Berge umgehen J

 

Gegen 17:30 Uhr legten wir eine Pause ein. Nun hatten wir mehrere Möglichkeiten. Eine neue Schlafmöglichkeit suchen, da wir unsere geplante schon längst hinter uns gelassen hatten oder weiter laufen und hoffen, dass wir unser Ziel noch erreichen würden. Wir hatten uns dazu entschieden, weiter zu laufen. Gegen 19:00 Uhr verließen uns jedoch unsere Kräfte und wir mussten einen neuen Schlachtplan machen. Wir wollten an unserem Zielort an diesem Abend noch auf jeden Fall ankommen. Eule und einer der Altpfadfinder – besser gesagt Julias Opa – waren so nett und holten uns ab, um uns die letzten 20 km zum Ziel zu fahren. So lange verweilten wir in einem schönen kleinen Park. Bevor wir losfuhren, hatte Eule noch eine Überraschung für uns! Er schenkte uns ein eigenes Kängurubanner! Das bekommt natürlich einen Ehrenplatz in unserem Pfadfinderheim.

 

An der Tensch angekommen, schlugen wir unser Lager auf und bereiteten das Abendessen vor: Ravioli aus der Dose, Melone aus der Schale. Nachdem wir alle gemeinsam die Riesenmelone ausgelöffelt hatten, machten wir einen kleinen Verdauungsspaziergang und sind todmüde in unsere Schlafsäcke gefallen.

 

 

Tag 3

Am nächsten Tag haben wir nach dem Frühstück und einem ausführlichem Frühsportprogramm erst einmal die Umgebung erkundet. Mittags haben wir an einem Kurs im Bogenschießen teilgenommen. Den Nachmittag konnte jeder so gestalten wie er wollte. Dieses Lager gab es kein festes Küchenteam. So haben wir alle beim Vorbereiten der Mahlzeiten geholfen: heute Abend haben wir Kartoffeln gewaschen und in Alufolie gepackt, Feuer gemacht und verschiedene Dips zubereitet: na, was gab es wohl zu Essen? Abends haben uns unsere Leiter mit unseren schwer verdienten Abzeichenpullis überrascht! Die haben wir natürlich sofort angezogen. So waren wir für unsere anstehende Nachtwanderung gewappnet.

 

 

Tag 4

Am nächsten Tag haben wir nach dem Frühstück das Rahmenprogramm für unsere Versprechensfeier vorbereitet. Anschließend wollten wir Tretboot fahren, doch leider mussten wir bis 15 Uhr warten. Michi und Julia zeigten uns verschiedene Spiele, die sie in unserem Alter immer gespielt hatten. So ging die Zeit schnell rum. Das Tretbuchfahren war eines der absoluten Highlights! Wir hatten so viel Spaß auf dem Wasser, wären fast gekentert, von Bord gesprungen, haben wilde Lenkmanöver hingelegt… hach war das lustig! Nach soviel Aufregung hatten wir natürlich noch nicht genug! Ins Schwimmbad ging es. Hier haben wir alle erfolgreich unser Schwimmerabzeichen absolviert.

 

Abends nach dem Abendessen haben wir die letzten Vorbereitungen für unsere Stufung getroffen. Wir haben uns um das Lagerfeuer versammelt und gemeinsam das Pfadfindergebet gebetet. Danach haben wir eine Reflexionsrunde gestartet: hier konnte jeder von seinen Erfahrungen während der Wanderung berichten. Alle konnten erzählen, was ihnen besonders gut und was ihnen weniger gut gefallen hatte. Anschließend haben unsere Leiter eine kleine Ansprache gehalten. Über unsere bisherige Wölflingszeit berichtet und erzählt, was uns nun als Jungpfadfinder erwarten wird. Danach sind wir in unser vorbereitetes Feld gegangen. Dort haben wir alle unser Jungpfadfinderversprechen abgelegt. Dabei haben wir alle den selbst gebauten Stufungsstab fest im Griff:

 

VERSPRECHEN

 

Anschließend haben wir unseren blauen Schal bekommen. Zum Abschluss haben wir gemeinsam am Lagerfeuer das Jufilied gesungen und den Abend mit verschiedenen Liedern und Naschereien ausklingen lassen.

 

 

Tag 5

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück zum Angeln gegangen. Jule und Fabienne hatten sogar Glück und einen Fisch gefangen. Zurück auf dem Lagerplatz wurden wir schon von Eule, Michi und Julia erwartet. Sie hatten zum Abschluss eine kleine Lagerandacht vorbereitet und folgendes haben wir dort erfahren: traditionell zum Sommerlager gehört auch eine Lagerhochzeit. Natürlich haben es sich die Leiter nicht nehmen lassen uns zu demonstrieren, wie solch eine Hochzeit aussieht und kurzerhand Kimberly und Jason getraut J

 

Wie sagt man so schön? Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist! So mussten wir danach leider schon unser Lager abbauen und sind nach einer ausgiebigen Isomattenschlacht nach Hause gefahren. Dort haben wir noch sämtliches Material verstaut und uns voneinander verabschiedet. Unser erster Hike wurde erfolgreich beendet und wir sind uns schon jetzt einig: es wird mit Sicherheit nicht der Letzte gewesen sein!

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